LONG PRAIRIE, MN — Enterprise CP produziert Fertiggerichte mit Nudeln, Beilagen und andere Nudelprodukte, die landesweit unter Eigenmarken und unter der firmeneigenen Marke „Premier Pantry“ verkauft werden.
„Es ist ein Geschäft mit geringen Gewinnspannen und wenig Spielraum für Fehler“, sagt Nolan Wolkow, Präsident von Enterprise CP. „Man muss eine Menge Einheiten produzieren, und das muss man wirklich gut machen. Es kommt auf Geschwindigkeit, Effizienz und die Vermeidung von Ausschuss an.“
Die Nachfrage hat sich seit 2020 vervielfacht – dem Jahr, in dem das Unternehmen seinen 311.000 sq ft (28.892m²) großen Hauptsitz in Long Prairie, Minnesota, bezog. Bis Ende 2021 hatte das Werk drei weitere Verpackungslinien hinzugefügt und betreibt nun insgesamt sechs. Außerdem wurde eine neue Nudelpresse installiert, die 8.818 lb (4.000 kg) pro Stunde produzieren kann.
Das Umfüllen klebriger Gewürze war sehr aufwendig
Um die Gewürzmischungen der größten Beutelabfüllanlage zuzuführen, wurden die Zutaten zuvor aus 2.200 lb (1.000 kg) schweren Schüttgutsäcken entleert, die an einem Rahmen über einem oben offenen Trichter aufgehängt waren. Von dort transportierte ein Schneckenförderer das Pulver zum Zuführtrichter der Beutelabfüllanlage. Die Gewürze waren jedoch klebrig und nicht frei fließend, was den Vorgang arbeitsintensiv und ineffizient machte. „Die Mitarbeiter mussten den Sack bearbeiten, damit das Pulver herausfloss, und dann auf den Trichter hämmern“, sagt Wolkow. „Es waren viele Eingriffe durch das Bedienpersonal erforderlich.“
Auf der Suche nach einem System, das eine Vielzahl von schwer fließenden Materialien verarbeiten kann, wandte sich Enterprise CP an Flexicon. Das Unternehmen untersuchte die Gewürze in seinem Testlabor in Bethlehem, Pennsylvania, und schlug einen mit einem Gabelstapler beladbarenBulk-Out®-Entleerer vom Typ BFF mit integriertem flexiblen Bev-Con™-Schneckenförderer vor. Die neue Anlage vereinfacht das Entleeren und Zuführen der Gewürze und reduziert unnötigen Arbeitsaufwand für das Bedienpersonal.
Automatisierung des Prozesses
Auf Bodenhöhe werden die Schüttgutsäcke mithilfe von Z-Clip™-Sackgurt-Haltern an einem Sackheberahmen befestigt, die die Gurte sichern und gleichzeitig ein schnelles Ein- und Aushängen ermöglichen. Anschließend setzt ein Gabelstapler den Heberahmen mit dem daran hängenden Sack in die Aufnahmemulden auf den Pfosten des Entleerungsrahmens ein.
Die saubere Seite des Auslaufs wird dann mit einem staubdichtenSpout-Lock®-Klemmring an der sauberen Seite der Trichteranschlussstelle des Entleerers befestigt, wobei der Klemmring zur Herstellung der Verbindung pneumatisch über einTele-Tube®-Teleskoprohr angehoben wird. Anschließend sinkt er unter Einwirkung der Schwerkraft wieder ab, wobei während des Entleerens und der Ausdehnung des Beutels eine kontinuierliche Zugkraft nach unten auf den Klemmring und den Beutelauslauf ausgeübt wird, was den Materialfluss fördert.
„Das Teleskoprohr ist ein großer Vorteil“, sagt Wolkow. „Dadurch wird es definitiv sauberer.“
Der Materialfluss wird zusätzlich durchFlow-Flexer®-Beutelaktivierungsplatten verbessert, die die gegenüberliegenden unteren Kanten des Beutels in zeitgesteuerten Zyklen anheben und absenken. Der Beutel nimmt schließlich eine steile „V“-Form an, die die vollständige Entleerung in einen 3 cu ft (85 L) großen Bodenbehälter fördert, der mit einer Luftablassöffnung und einem Filtersack zur Staubrückhaltung ausgestattet ist.
Der Trichter verfügt über interne Rührwerke und einen an der Wand montierten Vibrator, um einen unterbrechungsfreien Fluss der Gewürze in den Beschickungsadapter eines flexiblen Bev-Con™-Schneckenförderers mit einem Durchmesser von 3-1/2 in. (89 mm) zu gewährleisten, der sich über eine Länge von 20 ft (6,1 m) in einem Neigungswinkel von 41 Grad bis zur Beutelabfüllanlage erstreckt.
„Flexicon hat uns die Bev-Con™-Schnecke empfohlen, um sicherzustellen, dass wir die unterschiedlichen Fließfähigkeiten der Pulver bewältigen können“, sagt Wolkow. „Es handelt sich um eine andere Schneckenausführung als bei unseren anderen Anlagen, und sie funktioniert gut.“ Die Schnecke ist das einzige bewegliche Teil, das mit dem Material in Kontakt kommt, und wird von einem 3-hp-Getriebeantrieb (2,2 kW) angetrieben, der hinter der Austrittsstelle angeordnet ist, wodurch ein Kontakt des Materials mit Dichtungen oder Lagern verhindert wird.
Eine SPS steuert den Entleerer und den flexiblen Schneckenförderer anhand der Signale, die von den Füllstandssensoren (Hoch- und Niedrigstand) am Trichter der Beutelabfüllanlage empfangen werden, während ein Niedrigstandschalter am Trichter des Entleerers verhindert, dass der Förderer im „Leerlauf“ betrieben wird.
Mit dem neuen Entleerer entfällt die Notwendigkeit, den Durchfluss mit Schaufeln und Hämmern anzukurbeln. „Wir haben zu viele Arbeitsstunden darauf verwendet“, sagte Wolkow. „Jetzt hängen wir den Sack einfach auf, und die Bediener lassen ihn hängen, bis er leer ist. Der Entleerer macht genau das, was wir von ihm erwarten.“
Weitere Verbesserungen stehen bevor
Im Produktionsbereich sind 30 Mitarbeiter in zwei 10,5-Stunden-Schichten beschäftigt, und der Betrieb läuft an vier oder fünf Tagen pro Woche. Jede Geschmacksrichtung wird je nach Nachfrage in der Regel in zwei- bis fünftägigen Kampagnen verpackt. Seit der Inbetriebnahme der neuen Verpackungslinien hat sich die Produktion verdoppelt.
„Wir haben der Beschickung dieser Linie Priorität eingeräumt, da dieser Beutelbefüller unsere größte und anspruchsvollste Verpackungsmaschine ist“, sagte Wolkow. „Außerdem wollten wir uns ausreichend Zeit nehmen, um das neue Flexicon-System zu testen, bevor wir uns dazu entschließen, es auf weiteren Linien einzusetzen. Wir werden das System wahrscheinlich auf allen unseren Linien einsetzen und auf jeden Fall den Tele-Tube, die Rührtrichter und die anderen Funktionen nutzen wollen.“
Enterprise CP, Long Prairie, MN
1-320-357-3500
www.premierpantry.com